Nr. 05 / 24.6.-7.7.2018 / Holland 2 + Belgien / Amsterdam-IJmuiden-Scheveningen-Oostende

Von Lemmer geht es aus den Staande Mastroute ins IJsselmeer. Endlich segeln, über die Schleuse von Enkhuizen ins Markermeer nach Amsterdam. Endlich Segeln, bis zur Schleuse zum Eingang des Nordostseekanal . In Amsterdam gehen wir in den Sixhaven gegenüber vom Hauptbahnhof. Zwei Fähren in der Nähe gehen dauernd zum Bahnhof, alles voll mit Radfahrern und Kofferrollern.

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Kirsten?

Eckhard geht zuerst zum Mediamarkt, um das iPad reparieren zu lassen; wir bleiben ja noch eine Weile. Nein, können wir nicht, gehen Sie zu Apple. Nein Danke. Groningen war wohl fitter. Auf dem Weg Kirsten in Amsterdam gesehen? War leider zu schnell weg, um zu fragen.

Bei immer noch schönem Wetter gingen wir durch die Stadt zu Fuß und mit einem netten kleinen offenen Touri-Boot, mit nur 15 Leuten fuhren wir durch die Kanäle. Der nette Skipper erklärte uns ein wenig über die Geschichte der Kanäle.

Überraschender Weise gibt es in der Stadt keine Supermärkte o.Ä. zum Einkaufen. Ja, es gibt viele „Supermärkte“, bieten aber oft kaum mehr als unsere Tankstellen. Kein Fleisch, Fisch etc. Auch die Käseläden sind wohl nur für Touris mit kleinen teuren Päckchen geeignet. Auch am Hafen gab es nix. Vollig anders als in Stockholm, Kopenhagen, Rom etc. Überraschend. Jedoch hat Isa andere schöne Sachen wie Blumenzwiebeln gekauft.

Weiter ging es durch den Noordzeekanaal nach IJmuiden. Ein wunderschöner Sandstrand direkt neben der Marina mit vielen Strandrestaurands. Sehr schön. Am nächsten Tag wollten wir mit dem Bus nach Haarlem, aber leider streikten die Busfahrer. Also gehen wir mal nach IJmuiden, 4,5 km von der Marina entfernt. Isa wollte nicht mit dem Fahrrad, also zu Fuß. Erst die Straße zur Marina, an Riesenparkplätzen für Strandbesucher vorbei, Campingplatz, Industriegebiet, … wo ist das Zentrum, ahh, dahin, ähh, nicht zu sehen. Es ist ein Wohngebiet für Industriearbeiter, sonst nix. Eingekauft und mit einem Taxi zurück. Die Marina und der Strand sind wirklich toll, weiter muss man nicht. Ach ja, unterwegs waren wir in einem Bootsladen, konnten aber leider keine Gastlandflagge für Belgien bekommen. In Amsterdam haber wir so einen Laden garnicht gefunden.

Neben uns im Hafen lag ein holländisches Paar Elisabeth und Werner mit ihrem Motorboot. Waren früher Seegler auf weiten Törns und konnten uns schöne Empfehlungen für Frankreich und England geben. Fahren heute aber nur noch im Binnenwasser. Eckhard: Dann sind Sie hier ja aber verkehrt (IJmuiden ist im Seebereich), ja ja. Grins. Haben mit ihnen noch weiter Kontakt über unseren Törn und tauschen uns bzw. Isa über ihre Erlebnisse weiterhin aus. Nett.

Wir haben nun um 9:40 Uhr in IJmuiden abgelegt und waren auf dem Weg nach Scheveningen. Ein schöner Törn . Um 15 Uhr sollten wir da sein. Wir hatten uns vorgenommen unserem Blog endlich mal zu schreiben und zu veröffentlichen. Die Technik will oft nicht so wie wir wollen.  Kurz vor Scheveningen sahen wir viele viele Boote. Regatta? Sah aus wie die Kieler Woche, nur noch mehr Segler. Wir fuhren in die Einfahrt und stellten fest, dass es für uns verboten war. Volvo Ocean Race. Der Hafen ist jedes Jahr für 5 Wochen gesperrt. Naja, dass muss man ja wissen. Alle Teilnehmer hatten eine Flagge mit Volvo Ocean Race.Ordnungshüter schimpften und meinten zu uns: 50 Min. durften wir uns an den Kai legen. Dann bitte raus, wenn alle reingekommen sind. Besucher bezahlen angeblich 1.500 Euro pro Woche für dieses Event!!! Ohne Liegeplatz.

Eigentlich waren wir die Sieger. Sind ja als erste rein. Ha ha.  Hat nur keinen interessiert. Ein weiterer Deutscher Segler kam ebenfalls versehentlich rein gefahren. Sie haben bei uns beigelegt und wir haben ein Bier zusammen getrunken. Auf unseren Sieg … Die Frage war, was wir nun machen? Ankern? Welle und Wind nicht genial oder die Nacht durchsegeln, was Isa nicht mag.

Wir bzw. Isa entschieden uns dann zu Ankern. Unsere Nachbarn sind weiter gesegelt. Das Ankern war nicht so toll. Wir lagen quer zu den Wellen und der Strom kam auch noch hinzu. Es folgte eine sehr unruhige Nacht vor Anker. Entweder auf dem Bauch oder auf dem Rücken schlafen alles andere hat einen umgeworfen. In diesem Sinne, könnte man es sich als turbulente Nacht bezeichnen.

Zu erwähnen ist, dass wir immer noch keine Gastlandflagge von Belgien haben. Weder in Amsterdam noch in IJminden gab es eine zu kaufen.

Am morgen gegen 9:00 Uhr ging es weiter nach Oostende. Isa hat sich nochmal 3 Std. hingelegt. Ohne ihren ruhigen 8 Stunden Schlaf geht nichts. Eckhard??? Auf dem Törn fiel uns auch keine Lösung bzgl. der Gastlandflagge ein. Isa ganz entspannt und meinte, wir kaufen eine vor Ort. Eckhard war das unangenehm. Hilft aber nichts. Isa hatte ein viel nach Größeres Problem auf dem Törn gehabt: Ein Kniffi-Würfel ist verloren gegangen . Da war Eckhard richtig traurig . Kein Kniffeln mehr??? Schade. Doch Isa hat Reservewürfel  dabei. Zum Glück.

Abends kamen wir in  Oostende an und legten an einem netten 4 sprachigen Holländer an. Wir erzählten ihm von unserer nicht vorhandenen Gastlandflagge und er lieh uns eine aus, wenigstens bis zum nächsten Tag.  Puh.  Der Abend war gerettet und wir gingen in die Stadt zum Muscheln essen. Vom sehr sympathischen Hafenmeister bekamen wir einen Tipp wo man lecker Fisch essen kann dort waren wir am nächsten Abend. Es war wirklich spitze und ausgefallen. Am nächsten Tag hatte Eckhard endlich eine Idee bezüglich der Flagge.  Es war eine typische Eckhard-Idee … Aus unserem Flaggenalphabet (was Isa ihm geschenkt hatte) nahm er die Buchstaben b und l raus, denn das entsprach den Farben schwarz, Gold und rot. Er Klebte es mit Epoxy zusammen und somit kam dieses Unikat endlich an den Mast. Unser Nachbar wollte uns eine Fahne in einem Segelladen besorgen aber da war unser Unikat schon in Arbeit.

In Oostende blieben wir 4 Nächte. Eine nette Stadt, Das Leben tobt hier. Wir mochten es auch wenn es manchmal etwas laut war. Riesen Schiffe kamen in den Hafen u.a.ein plattformschiff für den Aufbau von Windgeneratoren und ein Geräteplattform mit Kran die einige Poller im Hafenbecken reingestampft haben. Ein rustikales Boot mit ca. 8 Jugendlichen (Alter zwischen 25 und 35?!?!). Wir erfuhren, dass sie in Polen starteten und 4 Jahre Zeit haben um die Welt zu segeln. Da wundert man sich schon!!! Wir dachten, WIR HABEN JA ZEIT, die aber mehr …

Nach 3 Tagen wurden wir von der Hafenpolizei kontrolliert. Ausweise und Schiffspapiere . Sie kontrollierten jedes Wort aber es war alles OK. Wahrscheinlich hatten sie bedenken, dass wir gar nicht mehr ablegen, meinte Isa.

Mit der Fähre setzten wir an einem Tag über und kauften in einem Segelgeschäft (Compas) noch Seekarten für Frankreich und fanden noch ein tolles Buch (The Shell Channel Pilot von Tom Cunliffe) mit Informationen über Häfen in Frankreich und England. Auf dem Weg hatten wir einen Rundumblick auf sehr unterschiedliche Bereiche der Stadt: Über die Brücke Richtung Stranddünen mit noch den traurigen alten Bunkern, Aufbau moderner Hafengebäude und Blick auf die Stadtmitte sowie uralte kaputte Holz-Slipanlagen alter Werften.

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Isa hatte noch einen Wochenmarkt besucht; die Einkäufe bekam Eckhard nur zum Teil gezeigt. Von unserem bzw. ISAs SÜßEN Hafenmeister bekamen wir zum Abschied ein T-Shirt geschenkt. „Regatta Oostende 2018“. Haha. Regatten!!?? verfolgen uns wohl.

Nun geht es weiter nach Frankreich …

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