Ria de Baiona – Porto/Douro – Aveiro – Fiquera de Foz – Nazaré – Peniche -Cascais – Lissabon

  • Wieder ein Törn unter Motor. Der Wind, wenn einer da war, lässt uns nicht segeln. In Bayonne machten wir einen langen Spaziergang entlang des Festungshügel des Monte Real. Diese Burganlage ist ein Traum von tollen Blumen und tollen Wege. Eines der besten Hotels der Pardores-Kette befindet sich oben. Baiona ist das letzte schöne Städtchen vor dem Spanisch-portugiesischen Grenzfluss Miro. Der Ort ist richtig niedlich und die Küste trägt einen schroffen Charakter. Eine Reise wert. Wir kauften ein Bild in einer Gallerie was uns an diesen Ort erinnern soll und blieben zwei Nächte. Dann ging es endlich los nach Portugal. Isa konnte es nicht fassen, dass das war wird. Sie sagte immer wieder: Was eine Strecke Heiligenhafen los und nun fast in Portugal. Wenn auch mit viel Zeit. Das Ziel ist der Weg und dank ihrer tollen Chefin, die ihr noch 4 Wochen länger Urlaub gegeben hat, ein Traum. Isa ist froh in Portugal anzukommen um somit dem Corona Test usw. zu umgehen. Ein wenig Angst vor dem Atlantik rüber hatte Isa. Um 8:00 Uhr morgens abgelegt und um 21:45 in Hafen rein. Deutsche Zeit 22:45 Uhr. Es war ein ruhiger Törn und wir konnten zwischendurch mit 3,5 Knoten segeln. Wir fuhren in den Hafen nahmen’s Douro (Douro nennt man den Fluss dieser genau an der Atlantikküste mündet) rein und hörten ein „Hallo“ . Das waren unsere Freunde Michael und Regina wieder. Wie ein Magnet ziehen wir uns immer wieder an, meinte Michael. Sie halfen uns beim Anlegen in eine Box . Schlechte Beleuchtung. Wir stellten dabei fest, dass es sich um einen privaten sehr großen Liegeplatz handelte. Kehhrwieder hätte Längsseits reingepasst. Egal. Ändern wir morgen. Dank Michael und Regina kamen wir vom Steg rein und raus. Hatten ja noch keine Karte für den Steg. Wir gingen zusammen was essen. Niedlich die kleinen Gassen vom Hafen Douro. Ein Spieß mit Fisch und Sardinen dazu Wein und der Abend war gerettet. Nett geklönt. Michael gab uns viele Tipps Am nächsten Morgen gingen wir zum Einchecken. Eine nette Frau (deutschsprachig) meinte zu uns: Ich habe sie auf unseren Bildschirm schon gesehen. Kleines Boot in großer Box. Haha. Sie gab uns ebenfalls viele Tipps und meldete uns zu einer Portwein Verköstigung für den nächsten Tag an. Service vom Hafen und kostenlos. Wir verholten in eine andere Box. Dann nahmen wir ein Taxi und fuhren nach Porto. Eine abwechslungsreiche Stadt. Viel modernes aber auch viele tolle Häuser mit den bekannten Kacheln. Es war so heiss. Isa Füße… . Ok, jetzt hilft Wasser und ein Bier. Nett vor einem Hotel gesessen mit Blick auf Wasser und die tolle Brücke nahmens Dom Luis. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil Portos für Autos, Bahn, Fußgänger und Radfahrer. Dann ging es zu Fuß 4 km zum Schiff und abends fuhren wir mit Rosalie nach Porto rüber. So 25 Minuten haben wir mit ihr gebraucht. Wir machten sie an der Kaimauer fest. Die Leute bewundern uns immer. Schon toll so eine Rosalie. Nächsten Tag plante Eckhard eine tolle Tour. Mit unseren Fahrrädern ging es los. Dann fuhren wir über die erwähnte Brücke, stellten unsere Räder ab und fuhren mit einer Standseilbahn hoch in die Altstadt Portos. Von dort ging es mit einer alten Straßenbahn weiter. Es gibt nur noch 3 davon und wurden für die Touristen in Stand gehalten. Entlang durch enge Gassen fuhr die Kleine Bahn. und dem Fluss .Zurück im Hafen waren wir etwas knapp mit der Zeit zu unserer Portwein Verköstigung und blöd von uns beiden, das diese Verköstigung auf dem Weg zum Hafen lag und nicht wie vermutet in der Nähe vom Hafen. Nun hatten wir keine Lust mehr hinzufahren. Vielleicht ergibt es sich ein anderes mal. In Douro denkt man, die Zeit ist stehengeblieben. Es gibt dort noch Waschhäuser. Man gibt seine Wäsche ab und Frauen waschen sie in großen Becken. Unfassbar. Dann wird die Wäsche an Holzstämmen, die es in verschieden Höhen gibt, aufgehängt. Viele Frauen treffen sich dort zum klönen und warten auf ihre Wäsche. Ansonsten gibt es in dem Ort nur kleine Geschäfte und eine große Post. Abends sind wir Fisch essen. Regina und Michael sind weiter. Dort haben sie vor zu überwintern. Unter Motor ging es nach Aveiro. Wir trafen am Steg bekannte Segler aus Porto. Der Steg war voller Mövenschiss…. es stank und war einfach nur ekelig. Zwei Männer, sagten uns wo der Ort sei. Naja, wir fuhren mit Rad und esvwar gruselig und nix los. Eine große Straße sonst nichts. Bei einem netten kleinen Pub bekamen wir eine hausgemachte Suppe und ein Fischgericht. Dazu ne Flasche Wein und das ganze für 17 Euro. Erschreckend günstig. Am Schiff zurück, war alles voller Möven. Eckhard spannte über Kehhrwieder einige Seile damit die Möven das Schiff nicht voll scheissen! Gute Idee 💡. Am nächsten Morgen nix wie weg hier. Kaffee gab es unterwegs. Auf dem Weg nach Fiquera de Foz kochte Isa. Kartoffeln mit Butter und Gemüsepfanne. Das glaubt uns keiner, dass das auf dem Atlantik während der Fahrt möglich ist. Wir fuhren wieder nur unter Motor. Mist. Delfine schwammen unter Kehhrwieder durch und bezaubernd sind die Babydelfine. Sie springen hoch und haben keine Ahnung wie ihre Landung wird. Haha. Isa würde am liebsten einen mitnehmen. Eckhard und ich gingen mal getrennte Wege. Eckhard ist hoch zu einem Leuchtturm gefahren und Isa bummelte durch den Ort. Es war soooo heiß. Die Stadt ist nicht besonders schön. Viele asiatische Geschäfte. Wir haben einen tollen Fischeintopf im Restaurant empfohlen bekommen. War leider ohne Geschmack und der Fisch verkocht. Naja, solche Erlebnisse macht man auch mal. Wir blieben zwei Nächte.
  • Dann legten wir ab Nazaré. Bekannt ist Nazaré durch die höchsten Surferwellen der Welt. Diese Wellen kommen ca. im März jeden Jahres. Gut auf YouTube zu sehen. Lohnt sich. Unsere ehemaligen Freunde aus Frankreich beneiden uns. Man hat nicht oft die Möglichkeit im Herbst nach Nazaré rein zu segeln . Gefährlich durch die Wellen, die Strömung und der ständige Tiefenunterschied macht es nicht einfach in den Hafen zu gelangen. Viele Segler kamen dort ums Leben. Die Brandung ist enorm. Auch hierher sind wir wenig gesegelt. Hatten tolles Wetter mit Delfinen und einem tollen Sonnenuntergang. Unglaublich. Es wurde dunkel und Isa hatte etwas Panik. Schmale Einfahrt und bis zu 165 Meter Tiefe und Strömung. Eckhard hat alles richtig entschieden. Wind, Strömung etc. alles war zu unseren Gunsten. Wir hatten einen netten Platz längsseits und hinter uns am Steg kam ein Paar aus Heiligenhafen. Die Welt ist klein. Sie haben ihre Wohnung vermietet und segeln wohin sie der Wind treibt. Eigentlich Karibik. Ihr Schiff mit dem lustigen Namen “Mokendeist”werden wir weiterhin im Traffic-App stalken. Im TrafficApp kann man Schiffe sehen, wo sie sind und ihren Track. Also ihre tour verfolgen. Nazaré ist bekannt durch seine höchsten Surferwellen der Welt. Schaut mal im Internet nach. Es lohnt sich. Wir erlebten viel in Nazaré und lagen eine Woche dort. Wir lernten in einer kleinen Bar Inge mit Mann aus Belgien kennen. Nichtsegler. Dreimal nahmen wir Speis und Trank zusammen ein. Sie besuchten uns auf Kehhrwieder. Auch Rolf kam auf einen Drink. Wir liehen uns an einem verregneten Tag ein Auto. Gute Idee von Isa. Rent the Car. Für einen Aufpreis, brachten sie uns das Auto zum Hafen und holten es wieder ab. Wir fuhren zur Les grottes de Mira de Aire Eine tolle Tropfsteinhöhle. Zuerst gab es einen Film (Englisch) zu sehen. Die Höhle wurde erst 1947 entdeckt und steht seit 1955 unter Denkmalschutz. Bis heute sind 8000 Meter bekannt. In der Höhle ging es ca. 180 Meter runter. Mit viel Liebe zum Detail und vielen Lichtern wurde diese Höhle ausgebaut. Die Führung dauerte 45 Minuten und wir waren nur 7 Personen in der Gruppe. Angenehm. Wir können die Höhle sehr empfehlen. Anschließend fuhren wir zu dem Ort Leiria. Wir wollten zum Castelo de Leiria. Dieses wird derzeit bis 2021 renoviert. Somit fuhren wir zu einer Küste um uns den Sturm und Wellen anzuschauen. Unwetter pur und Isa dachte schon, das Auto hebt bald ab. Unterwegs mussten wir einen Umweg zurück nach Nazaré machen. Ein Baum mit Strommast lag vor uns auf der Straße. Puh. Isa wollte am nächsten Tag einmal ins Meer in Nazaré. Wir fuhren an Strand aber….. Isa sowie viele andere haben es immer wieder versucht. Eigentlich muss man einmal unter der Welle durch und dann ist gut. Isa hat es nicht geschafft. Angst. Eckhard ging mutig an allen vorbei und rein. Oha.

Eckhard in oder auf der Welle!?!?

Eckhard schwamm in aller Ruhe ABER der Rückweg zum Strand war nicht einfach. Isa sah mal die Füße dann den Kopf und irgendwann kam er an. So heftig die Wellen. Ne, Isa wollte nicht rein. Wir kauften anschließend einige hübsche Sachen, wie Tischdecken und legten am nächsten Tag ab.

Es ging weiter nach Peniche. Wir hatten Glück und konnten längsseits anlegen, da es im Hafen voll war. Es lagen einige im Päckchen (das heißt: die Schiffe liegen aneinander und man muss um an den Steg zu gelangen über die anderen Schiffe klettern). So legte auch ein Franzose an unserem Schiff an. Leider entstand an der Reling ein kleiner Schaden …

Naja, gibt schlimmeres und die Versicherung wird es regeln. Hajo und Thomas haben den „Unfall “ beobachtet und gleich als Zeugen ihre Anschrift etc gegeben. Sie lagen mit ihrem Schiff namens „SegeLBAR“ auch in Heiligenhafen . Wir tranken bei uns ein Bier und tauschten uns natürlich Uber ihren und unseren torn aus. Das ist ja immer das schönste, wenn man Segler kennenlernt. Ein lustiges sehr nettes Paar. Eckhard und ich Namen die Räder und fuhren durch den kleinen historischen Ort. Diese Küste soll auch ein tolles Surf Revier sein.

Den nächsten Tag waren wir faul.

Dann ging es weiter nach Cascais. Letzter Stopp vor Lissabon. Es soll dort ein vornehmer gut organisierter nicht ganz billiger Hafen sein. Hm. Isa hatte uns ūber Funk bereits angekündigt und wir kamen noch im hellen an. Nachts dort reinfahren wäre nicht einfach gewesen. Es ist nicht gut beleuchtet. Kleine Bojen im Eingang. Wo man nicht genau weiß, was sie bedeuten sollen. Vornehme Marina stimmt. Jedoch bei 65 Euro pro Nacht erwarten wir mehr. Toilette sauber aber Klodeckel kaputt. Wäsche waschen nur während der Öffnungszeiten und viele kleine Marinas haben 24 std geöffnet, diese leider nicht. Für das Geld!!!!Guter und netter Service ist nicht alles. Große Freude als wir Thomas und Hajo trafen. Sie halfen uns beim Anlegen und wir wurden zum Anlegeschluck „Gin“ selbstgemacht, auf ihrem Schiff eingeladen. Den nächsten Tag machten wir einen ausgiebigen Spaziergang. Cascais bietet eine Menge Architektur und ist ein kleines Fischerstädtchen. Ein eindrucksvolle Ziddadelle aus dem 17. Jahrhundert hat uns mit ihren kleinen Galerien und Geschäften sehr beeindruckt.

Am Steg zurück trafen wir Rolf. Er fuhr am nächsten Tag weiter. Vielleicht sehen wir ihn in Lissabon wieder!?!?!

Auch wir legten am nächsten Vormittag ab. Leider ohne Abschied von Hajo und Thomas. Wir legten eine Visitenkarte von uns in ihr Schiff und hoffen sie wiederzusehen. Tschüss süße“Segel.BAR

Die Tour nach Lissabon war super. Wir konnten endlich mit 3-4 Knoten segeln.

Wir entschieden uns für den Hafen „Marina Parque das Nacoes“.

Über Funk reservierten wir uns gleich für ca. 4 Nächte einen Liegeplatz. Ein kleiner Hafen mit einer nicht ganz einfachen Einfahrt. Ein Hafenmeister lotste uns rein. Hier liegt man für 35 Euro pro Nacht. Ein sehr nettes Hafenbüro indem man auch einige Sachen fürs Schiff kaufen kann. Der Hafen liegt ca. 10 Minuten mit dem Bus nach Lissabon Stadt und Flughafen entfernt. Gut und nah für Isa’s Rückflug am 27.9.2020. wir besuchten Lissabon und machten eine Fahrt mit der bekannten Straßenbahn 25.Gingen durch die Stadt und im „Pharmacia“ Restaurant tranken wir einen Sekt. Dieses Restaurant war mal eine Apotheke und befindet sich neben dem Medizinmuseum. Eine Personenwaage am Eingang oder ein Zahnarztstuhl im Inneren des Restaurants ist eine lustige Idee. Die Cocktailnamen wie z.B. Iboprofena erinnern einen sehr an die Medizin. Bestimmt ist das Museum ein Besuch wert.

Wir sind die letzten Tage viel geradelt und die Gegend um unseren Hafen ist sehr neu und modern.

Eckhard?

Nicht unser Geschmack. Hier im Hafen könnte KeHHrwieder im Winter bleiben aber Isa hatte Kontakt mit Transocean (Segelclub) aufgenommen und sich erkundigt welcher Liegeplatz in Lissabon denn gut sei. Auch dafür, einige Sachen am Schiff machen zu lassen und die Kommunikation in Englisch möglich ist. Von Pedro, der dort von Trans-0cean einen Standort vertritt, bekam sie Rat und Antwort. Toller Service von Trans-0cean. Pedro empfiehlt Centro Nautico de Algés Marina.

Am 27.09.2020 verließ Isa nun KeHHrwieder. Mal sehen wie es weitergeht. Die Planung in die Karibik wird wegen Corona dieses Jahr nichts. Eine Weiterfahrt in die Algarve plant Eckhard ohne Isa ungern. Kanaren?!?! Alles hängt von Corona ab. Eckhard musste noch einmal nach Cascais zurück. Unser bestelltes Segel kam dort an. Glücklicherweise traf Eckhard unsere Freunde von der Segel-Bar wieder. Eckhard erzählte ihnen von Trans-0ceanund deren Empfehlung. Thomas und Hajo nahmen mit Eckhard den Zug und fuhren zur o.g. Marina. Das war toll, denn beide sprechen perfekt Englisch. Sie haben Eckhard viel geholfen und Isa ist auch glücklich darüber, dass er Unterstützung hatte. Ein Dank an euch beide. Isa freut sich sehr, Sie mit Ihrer Segel-Bar bald wiederzusehen und wird deren tollen sehr interessanten Blog weiterverfolgen.

Eckhard hat noch einiges am Schiff zu tun und am 7.10. fährt er mit KeHHrwieder und Thomas zu CNA Marina. Dann klärt er alles weitere.

Wie es nun weitergeht und wann und wohin bleibt bis heute offen…… . Jedoch sind wir beide stolz bis Portugal gekommen zu sein. 12.10. Getränk in der Sonne Am 13.10. Fliegt Eckhard nach Hamburg.

Blog zu schreiben ist viel Arbeit. Isa ist froh, ihn endlich geschafft zu haben.

Ein Kommentar zu „Ria de Baiona – Porto/Douro – Aveiro – Fiquera de Foz – Nazaré – Peniche -Cascais – Lissabon

  1. Hey ihr Beiden, tolle Berichte, tolle Törns, tolle Bilder und ein toller Drink zum Abschluss. Dir Eckhard guten Heimflug und bis bald im Hamburger Schmuddelwetter. Liebe Grüße an euch Beide, Reiner

    Liken

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