Immer noch Kanaren

Juli-Oktober 2021

Nachdem Isa kurz in Hamburg auf einen Geburtstag von einer Freundin als Überraschungsgast war, musste Eckhard alleine planen. Er wollte wie so viele, eigentlich nach La Palma, doch Wind und Wellen waren gegen ihn. Er verbrachte schöne Tage weiterhin vor Anker in La Gomera. Mit Andreas und Andrea verbrachte er viel Zeit. Sie wanderten, Gingen gemeinsam essen und tauchten ein wenig. Naja, tauchen ist übertrieben gesagt. Wir haben eine kleine Tauchflasche an Bord mit der man ca. 10 Minuten unter Wasser bleiben kann. Aber auch das muss man lernen.

Isa kam nach 10 Tagen zurück und Eckhard konnte es kaum erwarten. Da Eckhard noch immer noch auf La Gomera war, war Isa‘s Flug lange. Hamburg-Palma-Teneriffa-La Gomera. 12 Stunden war sie unterwegs. Puh. Aber ein Erlebnis mit den Inselflieger “Binder” zu fliegen. Wenn man auf den Inseln lebt, fliegt man für 18 Euro von Insel zu Insel. Schon praktisch .

Eckhard holte Isa vom Flughafen ab. Er überraschte sie anschließend in dem er einen Tisch in der Bar “Cofradia Pescadores” an der Ankerbucht reservierte. Dort warteten Andreas und Andrea und Frühere Bekannte von Eckhard aus Portugal ……….. die mit ihrem Schiff namens Telemaque” auch in der Bucht lagen. Isa freute sich die beiden endlich kennenzulernen. Wir haben zusammen gesessen und Fisch des Tages gegessen.

Es war so eine tolle Überraschung.

Wir wanderten die nächsten Tage ein wenig. Unter anderem in dem Nationalpark Garajonay. Ein LorbeerWald mit einer Größe von fast 4000 Hektar. Wunderschön und sein spezielles Ökosystem wurde 1986 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt und seit 1988 ist das Gebiet ein europäisches Vogelschutzgebiet. Traumhaft zum laufen. Nur die Hitze machte es einem nicht leicht. Sehr sehenswert ist Castillo del mar. Dort war früher eine Bananenverladestation. Auch das “Castillo del mar” in Valleermosa ist noch ein wenig anzuschauen. Es war eine Hafenanlage mitten auf einer Klippe. Nun durch herunterkommende Steine leider stark beschädigt. Wir waren natürlich mit A und A dort.

Auch Abende an Bord waren immer wieder schön. Eines nachts wurden wir von Hitze überrascht. Wir dachten es brennt irgendwo. Es war ein heißer Wind der aus Afrika kam. Es fühlte sich an, als wenn jemand mit einem Fön vor einem steht. Unerträglich und unheimlich. Wir saßen um 5 Uhr oben auf dem Schiff sowie viele andere in der Bucht auch. Das kommt selten vor das dieser sogenannte Sahara-Wind einen so überrascht! So vergingen die Tage vor Anker. Auch unsere Drohne ließen wir endlich fliegen. Andreas und Eckhard übten erst an Land auf einen Acker und später probierten wir sie auf dem Schiff aus. Wir müssen üben. Nicht ganz einfach!

Am 21. August ging es endlich nach La Palma.

Mit einer kleinen Fock als Segel und dem richtigen Wind kamen wir endlich in Tazacorte auf La Palma an. Dort lagen seit Wochen 3 Pakete aus Deutschland von uns. Im Hafen wurden wir nett begrüßt. Es kannten uns ja viele von früher. Manchmal ist das ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen. Wir liehen uns ein Auto und fuhren erstmal einkaufen. A und A kamen auch nach La Palma. Wir hatten wieder viel Spaß und beim Pakete auspacken, meinten beide: Es sei wie Weihnachten. Tolle Sachen und auch wir waren überrascht was so alles in den Paketen war. La Palma ist eine schöne Insel mit guter Infrastruktur. Das fehlt ja auf La Gomera. Andrea sagt: Wenn sie auf einer Kanareninsel leben müsste, wäre es La Palma und Isa würde La Gomera auswählen. Isa sagt: Wenn sie dann eine Stadt braucht, kann man mit der Fähre nach Teneriffa fahren. Doch noch plant keiner auszuwandern.

Eckhard und ich fuhren noch einmal in das gleiche Hotel wie im März gefahren . Hacienda San Jorge. Diesmal war es sehr gut besucht aber trotzdem nett. Man merkt dass Corona sich ein wenig zurückzieht. Wir fuhren nach los Tilos. Dort befindet sich ein Wasserfall mitten im Biosphärenreservat Los Tilos Ein kleiner Weg nach oben führt an einem offenen Wasser Kanal entlang. Vor dem 20 Meter hohen Wasserfall geht es noch durch einen Tunnel.

Es gibt auch einen Wanderweg von Los Sauces nach Puntagorda und Tijarafe. Die Einwohner gingen diesen Weg um dort Kastanien gegen Mandeln zu tauschen. Los llanos de Ariadne auf der Westseite ist ein netter Ort mit schönen Exponaten und religiöser Architektur.

Am 7.9. Verliesen wir La Palma.

und bis bald……??!!!

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, dass das so schnell nicht sein wird. Der Vulkanausbruch ein paar Tage nimmt uns noch heute sehr mit. Heute wissen wir, das wir viel Glück hatten. Bekannte mit ihren Schiffen sind heute noch (15.10.21) mit ihren Booten dort. Menschen die wir kennengelernt haben, haben alles verloren. Es ist grausam.

Wir fuhren für eine kurze Zeit nach La Gomera zum Ankern. Endlich schwimmen. Es ist immer wieder schön vom Boot aus ins Wasser zu springen. Und wir putzten in der Bucht unsere Rosalie.

Wir wussten das A und A auch nachkommen und planten mit unserem Schlauchboot ihnen ein Stück entgegenzufahren. Wir fuhren voller Freude mit Rosalie aus der Bucht als wir sie in der Ferne sahen. Die werden denken, wir sind verrückt mit dem kleinen Boot auf den offenen Atlantik zu fahren, sagte Isa zu Eckhard. Eigentlich kein Problem ABER unser Motor hat uns im Stich gelassen. Nichts ging mehr. Isa winkte ihnen mit einer bunten Bluse, die sie anhatte und irgendwann haben sie uns wahrgenommen. A und A mit Freund Jürgen (Er lebt auf La Palma) schleppten uns dann in die Bucht zurück. Mist. So war es nicht geplant. 😟.

So ein Ärger und gefilmt wurden wir auch. Peinlich

Die drei kamen dann zu einem Drink zu uns und wir haben Jürgen näher kennengelernt. Er möchte mit den beiden zu den Kap Verden segeln. Leider hat er auf La Palma fast alles verloren. Er lebt nun auf seinem 7 Meter Boot dort mit seiner Frau und schaut trotz allem positiv in die Zukunft. Sie haben ja ihr Boot und andere haben nichts, sind seine Worte. Wir drücken ihnen die Daumen und vielleicht treffen wir Jürgen noch einmal bei A und A.

Tschüss ihr drei. Bis bald

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach San Sebastián. Begleitet wurden wir von vielen Delfinen und eine bekannte Familie mit ihren zwei kleinen Kindern fuhren fast die ganze Zeit den gleichen Kurs wie wir. Das hat man selten.

Wir blieben eine Nacht dort. Hatten einen netten Abend mit Ronald (vom Segelboot Maratimi) Christina und den Kindern Mira und Matti.

Am nächsten Tag ging es nach Teneriffa Süd. Wir müssen etwas Gas geben, da an KeHHrwieder einiges gemacht werden muss für die Überfahrt in die Karibik.

KARIBIK. Das ist nun das Stichwort der Zukunft:

Fûr Eckhard steht die Karibik nach wie vor auf dem Plan. Sein Ziel ist der Weg und das sagt er bereits seit Jahren. Auch wenn er verbal seine Schwierigkeiten hat, wird er mit seiner KeHHrwieder keine Probleme haben. Viele Freunde sagen: es gibt kaum ein sicheres Segelboot. Wir haben alles durchgecheckt. Es gibt eine Windsteueranlage. Das ist eine Alternative zu einem elektrischen Autopiloten. Sie korrigiert den Kurs und ist mit einem eigenen Ruder Blatt ausgerüstet. Unsere Batterie, die wir im Januar erst gekauft hatten musste leider erneuert werden. An dem neuen Großsegel mußten die Latten Taschen verstärkt werden. Auch haben einige Verstärkungen am Achterlieg gefehlt. Die Nähte wurden nur einfach und ohne Verstärkung genäht. War leider keine gute Arbeit vom Segelmacher in Heiligenhafen. Er wusste vom Törn um die Welt!!!! Zum Glück haben wir einen tollen Segelmacher in San Michel auf Teneriffa empfohlen bekommen. Er hat unsere Segel super bearbeitet. Nun noch der Wassermacher und diesen haben wir auf Gran Canaria bestellt und wird Ende Oktober eingebaut. Somit können wir Salzwasser filtern und haben genug Wasser wenn wir Ankern oder für lange Törns. Ja unsere Sunbeam ist ein tolles und sicheres Boot. Eckhard wird diesen drei wöchigen Törn alleine machen. Sein Wunsch. Vielleicht mit einem einwöchigen Stopp auf den Kapverden!!?!!! Das wird sich erst Mitte November entscheiden. Auch A und A und unsere Segel Freunde Thomas und Hajo sowie viele Bekannte fahren dieses Jahr in die Karibik. Für Isa ist dieser lange Törn nichts. Trotzdem wäre sie glücklich, wenn er es nicht alleine machen würde und wenn, dann wenigstens mit dem Stopp auf den kapverden. Doch das wird Eckhard alleine entscheiden. Isa wird während seines Törns in Hamburg sein und rund um die Uhr mit ihm über Satelliten Telefon Iridium Kontakt haben und am 10.12.21 nach Martinique fliegen um die Leinen anzunehmen.

Oktober 2021 die letzten Wochen auf den Kanaren

Nach zwei Tagen im Süden von Teneriffa fuhren wir nach Santa Cruz . Der Technik wegen und unsere Freunde Thomas und Hajo zu treffen. Santa Cruz ist für uns kein toller Hafen. Sehr laut durch die Fähren und zu groß von der Stadt. Wenn sich nett aber wir lieben die kleineren Orte. Jedoch um Technik an Bord zu erledigen ist es prima. Thomas und Hajo kamen mit kaputten Motor in Santa Cruz an. Wir fuhren ihnen mit Rosalie, mal wieder, entgegen und hatten gehofft sie in dem Hafen zu ziehen. Unser Außenborder war zu diesem Zeitpunkt kaputt somit lieh und ein netter Franzose am Steg seinen Außenborder 2,5 PS. Wir schafften es wegen der Wellen und Strömung leider nicht. Leider mussten sie die Seenotretter anrufen! Einzige Beruhigung für uns war, dass die auch zwei Anläufe brauchten um “Segel-Bar” anzulegen. Strömung im Hafen ist heftig.

Wir verbrachten nette Tage in Santa Cruz. Später ging es nochmal in den Süden von Teneriffa.

Hafentor aus dem 16. Jahrhundert

Sylvi eine Bekannte aus Hamburg besuchte uns. Sie lebt die Hälfte des Jahres auf Teneriffa. Wir mögen die Gegend im Süden sehr obwohl die Flugzeuge oft landen. War im Frühjahr schon etwas ruhiger.

A und A kamen auch in den Hafen und Andreas Bruder kam aus Deutschland zu Besuch. Wir saßen oft zu fünft zusammen und feierten auch Andrea ihren Geburtstag.

Die letzten beide Tage von Isa verbrachten wir am Strand in Santa Cruz. Dann flog isa nach Hamburg fûr drei Wochen. Immer traurig der Abschied aber sie kommt wieder.

.

Eckhard hatte aber keine Langeweile. T und H kamen mit Freunden zu ihm und sie machten einen kleinen Törn mit KeHHrwieder.

Eckhard fuhr dann nach Gran Canaria nord. Dort hat er Freunde von früher mit ihrem Katamaran Nina angetroffen. Mit Franz und Angela einiges unternommen und nun wird der Wassermacher eingebaut und das allerbeste ISA kommt am 27.10.21. Juchhu.

Es stehen nun die letzten Wochen auf Gran Canaria an. Dann wird Eckhard mit vielen anderen Seglern ablegen. Ab in die Karibik……….

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